Interview
"Wir schauen ganz genau hin."

Dirk Angemeer ist Leiter der Abteilung Medizintechnik bei action medeor labworks. Dank seiner langjährigen Erfahrung weiß er genau, welche Medizintechnik für welchen Einsatzort geeignet ist und worauf man bei der Auswahl eines Geräts achten muss.

Dirk, welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Medizinprodukt in den action medeor labworks-Katalog aufgenommen wird?

Wenn wir feststellen, dass es eine hohe Nachfrage nach einem Produkt gibt, das wir noch nicht anbieten, führen wir zunächst eine Marktanalyse durch. Ist das Ergebnis positiv, schauen wir uns die verschiedenen Produkte auf dem Markt an. Welches entspricht unseren Anforderungen an die Qualität und liegt im Rahmen des Budgets unserer Kunden? Dafür gibt es ein Standard-Arbeitsverfahren, in dem jeder Schritt der Produktbewertung und alle Qualitätsanforderungen festgelegt sind. So muss das Produkt beispielsweise die CE-Kennzeichnung tragen und das Qualitätsmanagement muss der ISO 13485 entsprechen.

Wird das Gerät vorher auch in Tönisvorst "hands-on" getestet?

Ja, wenn ein Produkt in die Endauswahl kommt, bestellen wir ein Mustergerät beim Hersteller und lassen es von unseren Biomedizintechnikern auf Herz und Nieren prüfen.
Derzeit haben wir ein Elektrolyt-Analysegerät im Auge. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird. Aber: Fällt die Entscheidung für ein Gerät positiv aus, muss es noch im Verkaufsland registriert werden, was sehr zeitaufwändig sein kann.

Qualität zählt! Aber der Preis ist natürlich auch ein großes Argument. Wie schafft es action medeor labworks, Kosten und Qualität in Einklang zu bringen?

Wir nehmen die Entscheidung für ein Gerät nicht auf die leichte Schulter, sondern schauen ganz genau hin. Da wir unsere Medizinprodukte meist direkt vom Hersteller beziehen, müssen wir keine Zuschläge für Zwischenhändler zahlen und können das Gerät günstiger anbieten. Vergessen Sie aber nicht die Transportkosten, denn die können bei großen Geräten hoch sein. Kompakte Geräte sind hier im Vorteil - außerdem passen sie auch in kleine Labore und sind oft robuster.

Abgesehen vom Preis: Warum ist das beste Produkt für eine deutsche Großstadt nicht immer das beste Produkt für eine kleine Hilfsorganisation in Malawi? Was ist zu beachten, z. B. in Bezug auf das Klima oder die Fachkompetenz der Mitarbeiter vor Ort?

Die meisten Geräte kommen mit dem Klima gut zurecht - und wir sorgen für die Kompetenz der Mitarbeiter, indem wir sie bei der Installation, Schulung und Wartung unterstützen.
Wie bereits erwähnt, kann die Größe und Kapazität der Technologie ein Problem sein, und manchmal ist ein kleineres Gerät sinnvoller: Sie brauchen kein Analysegerät, das 100 Tests pro Stunde durchführen kann, wenn Sie nur 15 Tests pro Woche machen.
Was auch schwierig sein kann, ist der Stromanschluss. Bestimmte Röntgengeräte zum Beispiel brauchen einen Hochspannungsanschluss. Und die haben eine begrenzte Toleranz gegenüber Spannungsunterbrechungen oder -abbrüchen. Aber wir kennen das Problem und können im Fall der Fälle einen Spannungsstabilisator und USV-Systeme liefern.

Herzlichen Dank!


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